Mitglieder von Kameradschaften machten immer wieder durch Gewalttaten
auf sich aufmerksam. [...]
Mag ja sein, tut aber nicht zur Sache. Die Aufgabe des Staates ist
es, Straftäter zu verfolgen, ganz egal ob sie politisch links, rechts
oder sonstwo stehen. Hier nun Beispiele zu bringen, in denen die
“andere Seite” strafbar gehandelt hat, nützt dabei nicht.
Es scheint bei einigen das Mißverständnis zu bestehen, dass eigene
Straftaten weniger verfolgungswürdig wären, weil sie einer
vermeintlich “gerechten Sache” dienten. Diese Leute sollten sich
wirklich einmal fragen, ob der Vorwurf, nicht mehr auf dem Boden
einer freiheitlich demokratischen Grundordnung zu stehen, nicht
vielleicht doch gerechtfertigt ist, denn (man mag es nicht glauben)
darüber was gerecht und nicht gerecht ist, wacht glücklicherweise
noch keine Gesinnungspolizei. Und nur solange kann ich mich auch
einigermaßen sicher fühlen, nicht von militanten Tierschützern im
Steakhaus mit Blut übergossen oder von wildgewordenen
Friedensaktivisten auf dem Schießstand überrascht zu werden.
Comments Off
Tags: